Coronafrei geht nur gemeinsam
(Petition jetzt unterschreiben)

Zugänge zu sicheren Arbeitsbedingungen, Gesundheitssystemen und Sozialleistungen für alle, die hier leben und arbeiten! Statement von UNDOK – Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender Seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie sind jene Branchen ins Blickfeld gerückt, in denen Menschen besonders häufig un(ter)dokumentiert arbeiten: Tourismus und Gastronomie, die als erste vom Shutdown betroffen waren, der Baubereich, wo auf manchen Baustellen trotz gesundheitsgefährdender Arbeitsbedingungen weiterhin gewerkt wird. Pflegearbeit in Privathaushalten und Erntearbeit in der Landwirtschaft sind als „systemrelevante“ Tätigkeiten sichtbar geworden und wegen ihres akuten Arbeitskräftemangels nun Dauerthema in den Medien. (…)

Bücher liest du meist alleine – zuhause, in der Straßenbahn, im Urlaub. Das von Sandra Stern (Mitinitiatorin des Bureaus für Selbstorganisierung), Wolfgang Gerstmayer, Gerhard Gstöttner-Hofer, Christian Schneeweiß und Martin Windtner verfasste Handbuch liest du aber am besten gemeinsam mit den Kolleg*innen im Betriebsrat, im Betrieb oder auch mit Bekannten oder Freund*innen. Es gibt nicht das eine Rezept, das immer funktioniert. Aber im Handbuch finden sich viele praktische Organizing-Werkeuge, die sich im betrieblichen Kontext bewährt haben. (…)

Das Leporello vom Verein SENDIKA im Comic-Stil soll über grundlegende Arbeitsrechte in Österreich informieren und KollegInnen dazu ermutigen, ihre Rechte auch einzufordern. (…)

Wie können Gewerkschaften und Linke mit Migration anders umgehen als der rechte Mainstream? Diese Fragen besprach Martin Konecny mit der langjährigen Gewerkschaftsaktivistin Sandra Stern. (…)

Let’s organize, let’s celebrate! Unter diesem Motto feierte die UNDOK-Anlaufstelle am 21. Oktober ihr fünfjähriges Bestehen. Ein großes Dankeschön an alle, die dies ermöglicht haben: alle ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter*innen, Gewerkschaften, NGOs und Migrant*innenselbstorganisationen, Aktivist*innen, Berater*innen und vor allem: undokumentiert Arbeitende! (…)

Videos

EuroMayDay

Oh heiliger Prekario!
Beschützer unser, der Prekären dieser Erde.
Gepriesen sei die Krise des Kapitalismus,
dessen Ende und das schöne Leben komme. (…)

San Precario (in manchen Regionen auch Santa Precaria) ist eine Figur, die von italienischen Aktivist_innen für den EuroMayDay erfunden wurde. Er soll dabei als Schutzheiliger aller von Prekarisierung Betroffenen fungieren. (…)

»MayDay! MayDay! Wir sind das Prekariat! Auf Abruf verfügbar, nach Belieben auszubeuten und kündigbar nach Lust und Laune!« (…)

2001 hat ein Netzwerk von italienischen, französischen und katalanischen Aktivisten am 1. Mai zu einer EuroMayDay-Parade aufgerufen, die in Mailand dann auch erstmals stattfand. Zentrales Anliegen war und ist es, den verschiedenartigsten Formen von Prekarisierung in Arbeit und Leben, die durch die klassischen Institutionen der Arbeiterbewegung nicht (mehr) organisiert werden können, einen Ausdruck zu geben. (…)

Soziale Organisationsformen, die prekarisierten Lebens- und Arbeitsformen adäquat Rechnung tragen. (…)

In Österreich versuchten die EuroMayDay-AktivistInnen auch in die etablierten Gewerkschaften zu intervenieren. So etwa mit der gemeinsam mit der GPA-djp durchgeführten Tagung »Let’s Organize! Tagung zu (Selbst-)Organisierungspraxen im Kontext gegenwärtiger Prekarisierungsprozesse. Für den Kampf um gleiche soziale Rechte für alle!« im März 2007. Bemerkenswert ist, dass in Österreich auf der Tagung zum ersten Mal Organizing-Konzept vorgestellt und öffentlich diskutiert wurden. (…)